Bergpreis

Hobby-Radrennen
Sebnitz - Hinterhermsdorf - Kirnitzschtal



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Der Bergpreis kostet Kraft

SZ vom 16.6.08, Artikel von Matthias Haßpacher

Hinterhermsdorf. Mit 124 Startern und einem neuen Veranstalter meldete sich das Hobby-Radrennen nach einjähriger Pause zurück.

Ob Kinder oder Erwachsene, sie alle hatten auf dem neuen Rundkurs des Bergpreises in Hinterhermsdorf zu kämpfen. Nachdem 18 Jahre der SV ÖC Sebnitz für das Hobby-Radrennen verantwortlich gezeichnet hatte, organisierten nun die Interessengemeinschaft „Bergpreis“ und der Sportverein 97 Hinterhermsdorf erstmals das Bergrennen. Der acht Kilometer lange Rundkurs führte dabei vom „Haus des Gastes“ Hinterhermsdorf über die Räumichtmühle und Saupsdorf zurück zum Start.

Anke Müller vom Organisationsteam freute sich über die Teilnehmerzahl. „Gerechnet haben wir mit etwa hundert Radlern, jetzt sind es doch einige mehr, das ist prima“, so Müller. Geplant wurde seit Dezember im Team von 15 bis 20 Leuten, im Frühjahr dann wurde es konkret, das 19. „Bergrennen“ nahm immer mehr Gestalt an.

Beim ersten Rennen starteten die Kinder bis 14 Jahre auf einem extra eingerichteten Rundkurs. 16 Kinder radelten um die Wette. Sandro Buttig war einer von ihnen. Der Elfjährige fuhr schon zum letzen Bergrennen vor zwei Jahren mit. Stolz legt er sich die Startnummer67 an, setzt seinen Helm auf und steht nun mit den anderen jungen Radlern am Start. Dann kommt das Startsignal, sofort geht es scharf links, vorbei an jubelnden Zuschauern. Mutti Birgit und Vati Ulrich feuern nochmal kräftig an. Sandro hat es geschafft, ist als Vierter im Ziel. Noch ganz außer Atem gratuliert die stolze Mama als Erste, freut sich über den Erfolg ihres Sohnes. „Das war ganz schön anstrengend, aber hat viel Spaß gemacht“, resümiert Sandro. „Jetzt muss ich aber erst mal was trinken.“

Beim großen Bergpreis fährt Papa Ulrich selbst mit. Der Sebnitzer freut sich, dass das Rennen wieder durchgeführt wird. „Ich bin das 8. Jahr dabei und finde es gut, dass es auch eine separate Tour für die Kinder gibt.“ Als um 14 Uhr das große Fahrerfeld startete, trat auch Mike Ruckh kräftig in die Pedale. Der Sebnitzer Oberbürgermeister ließ es sich nicht nehmen, selbst am Bergpreis teilzunehmen. Auch wenn er anfangs nur die angebotene Schnupperrunde mitradeln wollte, ließ er sich doch zur vollen Teilnahme überreden. Auch Struppens Bürgermeister Rainer Schumann beteiligte sich am Rennen.

Der Anstieg nach Saupsdorf und die hügelige und zum Schluss serpentinenartigen Strecke machten dem Namen „Bergrennen“ alle Ehre. Und auch der Schlussspurt hatte es in sich: Auf der abschüssigen Strecke am „Haus des Gastes“ achtete kaum einer auf den Tachometer. In der 30km/h-Zone rasten die Rennfahrer nur so an den Zuschauern vorbei. Mit Olaf Schöps gewann der Seriensieger der letzten Jahre.



 19. Bergpreis Sebnitz- Hinterhermsdorf - Kirnitzschtal